Schulter-Engpasssyndrom / Engpass-Erweiterung (Impingementsyndrom / Endoskopische, Subacromiale Dekompression)
Das Impingementsyndrom ist eine häufige Ursache für Schulterschmerzen. Es kann auftreten durch eine Verletzung, durch Fehl- oder Überbelastung oder auch ohne erkennbare Ursache.
Die Patientinnen und Patienten klagen typischerweise über Schmerzen bei bestimmten Bewegungen, häufig mit Ausstrahlung in den Oberarm. Teilweise treten auch Nachtschmerzen auf.
Charakterisiert ist das Impingementsyndrom durch eine Enge des Raumes zwischen dem Schulterdach und dem Oberarmkopf, z.B. durch Knochensporne oder Verkalkungen. Es kommt zur Einklemmung von Schleimbeutel und Sehnen, was zu einer Schleimbeutelentzündung (Bursitis) und zu Verletzungen der Sehnen (Rotatorenmanschettenläsion) führen kann.
Zur Linderung der Schleimbeutelentzündung kommen entzündungshemmende Medikamente oder Cortison-Spritzen zum Einsatz. Durch gezieltes Muskelaufbautraining unter physiotherapeutischer Anleitung wird versucht, die Schultermuskulatur so zu trainieren, dass eine bessere Oberarmkopfzentrierung erreicht wird.
Bei anhaltenden Beschwerden kann eine Operation hilfreich sein. Ziel der Operation ist die Erweiterung des Raumes zwischen Schulterdach und Oberarmkopf, um einklemmende Strukturen zu entlasten. Erreicht wird dies durch das Abtragen von Knochenvorsprüngen und Begradigung der Unterfläche des Schulterdaches. Zusätzlich erfolgt die Entfernung des entzündeten Schleimbeutels.
Im Anschluss an die Operation erfolgt eine krankengymnastische Nachbehandlung. In den ersten Tagen sollte eine Schlinge zur Schmerzlinderung getragen werden, die Schulter darf aber, abhängig von den Schmerzen, schnell frei bewegt werden. In der Regel wird eine volle Belastbarkeit der Schulter nach ca. 6 bis 8 Wochen erreicht.
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