Kalkschulter / Kalkentfernung
(Tendinosis Calcarea / Endoskopische Kalkresektion)
Typischerweise im mittleren Lebensalter kann es, aus noch nicht ganz geklärten Ursachen, zu einer Verkalkung der Sehnen der Schulter (Rotatorenmanschette) kommen. Man spricht dann von einer Kalkschulter. Diese kann chronische Schmerzen durch Einengen des Raumes zwischen Schulterdach und Oberarmkopf (Impingementsyndrom) oder akute, sehr heftige Schmerzen durch eine Schleimbeutelentzündung hervorrufen.
In einzelnen Fällen können sich die Kalkeinlagerungen spontan zurückbilden, meistens jedoch bleiben sie bestehen und können sogar wachsen.
Zunächst wird ein nicht-operativer Therapieversuch unternommen. Neben der Entzündungshemmung durch Tabletten oder Spritzen kann versucht werden, durch Stoßwellentherapie die Kalkeinlagerungen zur Auflösung zu bringen.
Gelingt dies nicht, ist das Risiko groß, dass die Beschwerden erneut auftreten. In diesen Fällen kann eine Operation in Betracht gezogen werden.
Hierbei erfolgt zunächst die Entfernung des entzündeten Schleimbeutels und ggf. die Abtragung von Knochenvorsprüngen, wie bei der Dekompression beschrieben. Dann wird das Kalkdepot in der Sehne aufgesucht und eröffnet. Hierzu ist es notwendig, die Sehne entlang ihres Faserverlaufs zu spalten. Der Kalk wird aus der Sehne entfernt und aus dem Gelenk ausgespült. Besonders große Kalkherde hinterlassen einen entsprechend großen Defekt in der Sehne, der ggf. verschlossen werden muss.
Im Anschluss an die Operation erfolgt eine krankengymnastische Nachbehandlung. In den ersten Tagen sollte eine Schlinge zur Schmerzlinderung getragen werden. Die Schulter darf, abhängig von den Schmerzen, frei bewegt werden. Ist ein Sehnenverschluss erfolgt, sollte man in der ersten Zeit vorsichtig sein. Stark schmerzgeplagte Patientinnen und Patienten profitieren oft sehr schnell von der Operation. Im Regelfall dauert es ca. 6 bis 8 Wochen, bis eine volle Belastbarkeit der Schulter erreicht wird. Bestand schon vor der Operation über einen längeren Zeitraum eine Entzündung, so kann sich die Regenerationszeit aber auch darüber hinaus verlängern.
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