Schultersteife / Kapsellösung
(Frozen Shoulder / Kapselrelease)
Die frozen shoulder entsteht durch eine Verklebung der Gelenkkapsel, die sich spontan und ohne erkennbare Ursache oder in Folge eines Traumas entwickeln kann.
Die Symptome sind heftiger Schmerz (oftmals Nachtschmerz) und zunehmende Bewegungseinschränkung. Meistens verläuft die Erkrankung in drei Stadien. Im ersten Stadium ist die Schulter stark schmerzhaft und beginnt einzusteifen. Im zweiten Stadium werden die Schmerzen geringer aber die Schulter bleibt schlecht beweglich und im dritten Stadium lösen sich die Verklebungen der Kapsel wieder und die Beweglichkeit wird langsam besser. Der Verlauf der Schultersteife ist oft sehr langwierig und teilweise kommt die volle Beweglichkeit nicht zurück.
Die nicht-operative Behandlung der frozen shoulder hat zum Ziel, die Entzündung der Gelenkkapsel zu lindern. Hierfür kommt Cortison in Tablettenform nach einem Stufenschema oder als Spritze in das Schultergelenk zum Einsatz. Vorsichtige physiotherapeutische Mobilisierung der Schulter kann helfen, den Bewegungsumfang zu verbessern.
Kann die Beweglichkeit der Schulter so nicht wiederhergestellt werden, wird eventuell eine Operation notwendig.
Bei diesem arthroskopischen Verfahren wird mit Hilfe einer Elektrode die eingesteifte Schultergelenkkapsel eingekerbt und damit gezielt geschwächt. Dieses ermöglicht, anschließend die Schulter in Narkose schonend mobilisieren zu können.
Um die damit erreichte Verbesserung des Bewegungsumfanges zu erhalten, muss sich eine intensive physiotherapeutische Nachbehandlung anschließen, eventuell kombiniert mit der leihweisen Verordnung einer Motorschiene zur passiven Mobilisierung des Gelenkes. Der Heilungsprozess nach der Operation ist teilweise recht langwierig. Ein freier Bewegungsumfang wird trotz Operation oft erst nach mehreren Wochen oder gar Monaten erreicht.
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