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Sehnenriss / Sehnennaht 
(Rotatorenmanschettenruptur / Rotatorenmanschettennaht)

 

Eine häufige Ursache für Schmerzen im Bereich des Schultergelenkes, insbesondere im höheren Lebensalter, ist die Schädigung der Schultersehnen (Rotatorenmanschette). 

Diese kann bei älteren Patienten spontan auftreten, bei jüngeren Patienten bedarf es in der Regel einer Verletzung. 

Bemerkbar macht sich ein Sehnenriss durch Schmerzen bei Belastung und eine Verminderung der Kraft. Eine gerissene Sehne kann spontan nicht verheilen und häufig werden die Risse unbehandelt im Laufe der Zeit größer, was sich in einer Zunahme der Beschwerden bemerkbar machen kann.

Durch Physiotherapie, entzündungshemmende Medikamente und Spritzen können die Beschwerden gelindert, die Sehne aber nicht zur Heilung gebracht werden. 

Wegen der drohenden Zunahme der Rissgröße und der dann immer geringeren Rekonstruktionsmöglichkeiten raten wir den meisten Patienten zur Operation. 

Wir führen die Naht der Rotatorenmanschette arthroskopisch durch. Es werden Knochenanker in den Oberarmkopf eingebracht an denen Fäden fixiert sind. Diese werden mittels Spezialinstrumenten durch die Sehnenenden gezogen. Die Fäden werden anschließend verknüpft und damit die Sehnen wieder an den Oberarmkopf fixiert. Die Anzahl der zu verwendenden Anker richtet sich nach Form und Größe des Risses. Je größer und älter der Riss, umso schwieriger gestaltet sich die Refixation. Sehr große Defekte sind zum Teil nicht mehr oder nur noch teilweise rekonstruierbar. Es ist daher wichtig, dass die Diagnose einer Rotatorenmanschettenruptur frühzeitig gestellt wird. 

Die Nachbehandlung nach einer Naht der Rotatorenmanschette erfolgt für die ersten 6 Wochen in einer Schulterschlinge. Der Arm darf in dieser Phase nicht aktiv bewegt werden, damit die Naht nicht wieder aufreißt. Passive physiotherapeutische Behandlung soll in dieser Zeit verhindern, dass die Schulter einsteift. Erst ab ca. der 7. Woche kann mit aktiver Beübung begonnen werden. Bis die Schulter auch für größere Gewichtsbelastungen wieder funktionsfähig ist dauert es 6-12 Monate.

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